Nachdem wir am Vorabend schon alles verpackt hatten, ging es heute recht früh, die zwei Kilometer Richtung San Ignacio, zum nächsten Campingplatz. Dieser liegt zwar nicht mehr direkt an der Lagune, hat dafür andere schöne Dinge zu bieten. Angekommen, staunten wir nicht schlecht, er war wirklich voll geworden. Als wir ihn gestern besichtigten, war noch alles frei. Macht aber nichts, wir finden noch ein schönes sonniges Plätzchen, bezahlen erstmal für eine Nacht und bauen unser Lager auf. Dann werden wir auf deutsch begrüßt, ein junger Mann mit Hund, eigentlich ausgewandert nach Kanada, ist gerade mit seiner Familie in einem riesigen ehemaligen US Schulbus, auf Reisen. Wir wechseln ein paar Worte und er bestätigt, was wir vermutet hatten, dass San Ignacio für viele als Zwischenstopp genutzt wird und es auf dem Platz gleich leer wird. Stimmt, aber im Laufe des Tages wurde er auch genau so schnell wieder gefüllt und wir können es gut verstehen. Hier ist alles so liebevoll gestaltet. Neben den hier üblichen Dattelpalmen, gibt es Sonnenblumen, kleine Weinhecken, ein kleiner Gemüsegarten, Bananenpflanzen und weite Teile des Bodens, ist mit Rasen bedeckt. Als Camper, gerade hier, super angenehm. Denn normalerweise ist der Boden aus extrem feinen, fast mehlänlichem dunklem Sand, der sofort in den Camper und alle Ritzen eindringt und sich nur schwer wieder entfernen lässt. Ein weiterer Pluspunkt hier, die süßen und sauberen Sanitäranlagen. Endlich kann auch ich hier mal wieder richtig duschen. Regelrecht heiß, mit einem ordentlichen Wasserdruck… Ablagen und nett gestaltet, mit ganz einfachen Mitteln. Ich würde sagen, so einen Duschgenuss hatte ich seit Wochen nicht mehr. Ist es nicht erstaunlich, über welche Dinge man sich bei so einer Reise freut? Wir sind überflutet von Sehenswürdigkeiten und neuen Eindrücken, jeden Tag, genießen das warme Wetter und die Sonne, aber das wichtigste an so einem Tag, war die Dusche… 😇😅 Auf dem letzten Platz hatten wir noch Torsten kennen gelernt. Ein Alleinreisender aus Deutschland, witzigerweise Pferdemensch, hatte selbst immer Pferde, bevorzugt aber Westernreiten und war 28 Jahre Hufschmied. Klar, dass wir abendfüllende Themen hatten 😅 Auch Torsten ist mit auf diesen Platz gekommen und so konnten wir unsere Gespräche noch vertiefen und eine nette Zeit gemeinsam verbringen. Bis morgen!

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