Gestern hieß es Abschied nehmen. So schön es hier auch ist, einige Lebensmittel werden knapper, ebenso das Wasser und das werden wir definitiv die nächsten Tage dringend brauchen. Es soll heiß werden. Gestern 34 Grad und für heute sogar 38 Grad. Dann kein Wasser zu haben, wäre echt dumm und fahrlässig. Unser nächstes Ziel waren die Black Hills und dort irgendwo übernachten, also einen schönen Stellplatz finden. Davon gibt es diverse, man muss nur wissen, was man will. Wir können immer besser sagen, was wir nicht wollen, ein typisch deutsches Phänomen?😅 An der Straße wollen wir nicht stehen, bißchen schattig darf es sein, aber nicht komplett im Wald, da sonst unser Starlink nicht funktioniert. Am Wasser wäre toll, aber Mist, das Wochenende naht und eines liebt der Ami, seine Natur. Es kommt wirklich nicht von ungefähr, dass es diverse Bass Pro Shops und riesige Campingabteilungen beim Walmart gibt. Amerikaner sind nicht nur in ihr Auto verliebt, sie lieben Outdoor Aktivitäten in einem Ausmaß, das wir uns nie vorgestellt haben. Na gut, wir wollen ja spontan sein, beschließen, das notwendigste zu erledigen, also einkaufen und Wasser auffüllen und dann in die Richtung fahren und gucken, was da so kommt. Tja, unsere angesteuerte Wasserquelle ist leider versiegt. War ne Empfehlung von IOverlander, eine größere Tankstelle, wo wir auch die paar Kleinigkeiten hätten einkaufen können, die wir benötigen, zusätzlich tanken, aber so fahren wir unverrichteter Dinge weiter. Ok, bevor es wärmer wird, noch schnell auf den Hundeplatz. Unser letzter Stellplatz war für uns zwar nen Traum, für Zoco jedoch eine Geduldsprobe. Immer diese süßen kleinen Präriehunde vor der Nase, ohne sie jagen zu dürfen. Da muss jetzt mal Power raus. Ein Platz war schnell gefunden. Super schön, leicht waldig, direkt an einem Fluss, allerdings nur zur Hauptstraße eingezäunt. Aber wir gehen das Risiko ein und Zoco hat sich vorbildlich benommen und echt Spaß gehabt. Gelaufen, auch durch den Fluss gesprungen, zwar nur soweit, wie er laufen kann, aber das hat bestimmt gut gekühlt. Danach starten wir den nächsten Versuch, Wasser zu tanken. Wieder ohne Erfolg, dafür ist der Sprinter jetzt getankt, unser Brot haben wir auch und mittlerweile eine Idee, wo wir hinwollen. Der nette Tankwart hat uns dann auch gleich erklärt, dass in unserem angepeilten Park, auch Wasser zur Verfügung steht. Na Klasse, gibt doch eben kein Problem, das sich nicht von selbst löst. Angekommen an unserem Ziel, der Lake Sheridan, hielten wir, um nach einem freien Platz zu fragen. Der See befindet sich in einem sogenannten Recration Area. Diese sind oft komplett ohne Service, dafür kostenlos, manchmal aber auch gut ausgestattet, dann aber mit Anmeldung und Bezahlung. Wobei die Mitarbeiter meist ehrenamtlich agieren, bzw. selbst einen Dauerplatz auf dem Gelände haben. Super freundlich wurden wir empfangen, auf einer Karte wurden die noch freien Plätze markiert und die Dame meinte, wir sollten mal durchfahren und uns einen Platz aussuchen und dann zurück kommen. Gesagt getan und weil der Platz sooo schön war, haben wir auch gleich vier Nächte gebucht, damit wir erst nach dem Wochenende wieder losfahren müssen. So können wir hier die Gegend ein wenig erkunden und gleichzeitig festlegen, wo unsere Route als nächstes langführen soll, da gibt es nämlich mehrere Optionen, schauen wir mal. Bis morgen!






