Savannah (Tag 18)

So, die Sachen sind gepackt, das letzte Essen wird gerade noch verkocht, die letzte Wäsche haben wir heute auch noch gewaschen und so können wir morgen, blitzsauber, zum nächsten Ziel fahren. Ja, wir würden es nicht noch einmal machen, gleich 18 Tage etwas buchen, wo wir nicht 100% wissen, das es uns gefällt, aber mit Savannah an sich, hat das nichts zu tun. Es ist schon wirklich schön hier und für ein paar Tage, würden wir auch wiederkommen. Angenehm an längeren Aufenthalten, man kennt sich langsam aus, benötigt kein Navi mehr und kann um so besser die Schönheiten, gerade in dieser Stadt genießen. Diese Häuser, diese Bäume, das ist wirklich was ganz besonderes. Man macht sich aber auch andere Gedanken. Gedanken, wie bzw. wer, diese Häuser „erarbeitet“ hat. Es waren die Sklaven. Deren unglaubliches Leid und mit deren Geschichte, haben wir uns versucht auseinander zu setzen. Wir fragen uns ständig, macht das der „Südstaatler“ eigentlich auch? Gibt es ein Gewissen oder besser gesagt Gewissensbisse? Wir wissen es nicht, da wir leider hier mit keinem darüber sprechen konnten. Unsere Wahrnehmung, es wird kurz erwähnt, das es da mal was gab, aber nicht, wie furchtbar es für diese Menschen gewesen sein muss. Auffallend ist das bei Straßennamen, die Gründerväter Savannahs oder noch heftiger, der größte Plantagenbesitzer und Sklavenhalter, werden hier mit Straßennamen geehrt. Stellt euch vor, es würde in Deutschland eine Adolf Hitler Straße geben… undenkbar und das ist auch gut so! Ich glaube, man muss nicht sein Leben lang büßen und nen „Bückling“ machen, aber man sollte sich seiner Geschichte im Gesamten schon sehr bewusst sein… und auch dazu stehen. Das fehlt mir hier ein wenig… Bis morgen!

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