Auch heute wieder spät, oder vielleicht ein neuer Rhythmus, wann ich schreibe, denn die meiste Ruhe habe ich immer morgens, nach dem aufstehen und meinem Kaffee. 😅 Aber lasst uns den gestrigen Tag zusammen fassen. Gemütlich gefrühstückt und noch ein wenig Pläne geschmiedet, wie es nach unserem bereits feststehenden nächsten Stop, weiter gehen soll. Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass wir wahrscheinlich leider nicht die Route 66 beenden. Vor uns würde zum einen ein Gebiet liegen, wo es die nächsten 7-8 Tage Dauerregen gibt, könnten wir noch umfahren. Noch heftiger würde aber das Gebirge zuschlagen. Nachts bei Minus 9 Grad im Camper, machbar, aber unangenehm. Na ja, es bleiben noch 3-4 Tage, um zu entscheiden. Danach ging es für Martha, Vossi, Zoco und mich, auf eine Wanderung. Ich hatte einen Trail diesmal rausgesucht, wieder direkt vom Platz aus, Kategorie „Einfach“ und nur knappe 4 Kilometer und 170 Höhenmeter. Los ging es und der erste Abschnitte fühlte sich auch so an, wie beschrieben. Einzige Herausforderung, immer schön aufpassen, was sich auf dem Boden tut, denn bei unserer Ankunft hier im State Park, habe ich fast eine Tarantula, also Vogelspinne, mit dem Sprinter erfasst. Im Visitor Center erklärt man uns, dass die Männchen gerade auf Brautschau sind 🙈. Alles klar! Nach rund 500 Metern, dann der erste Anstieg. Ging noch, der Weg war einigermaßen breit, Geröll als Belag, nicht so toll, aber machbar. Das änderte sich mit den Metern. Die Strecke wurde nicht nur steiler, auch der Belag wechselte und die Spur wurde immer enger. Teilweise ganz schmal und schräg zum Abhang runter. Rutschig und einige Klippen mussten überwunden werden. Zoco musste ich irgendwann loslassen, um mich an größeren Steinen festzuklammern. An der Höhle angekommen, hat nur Martha sich noch in die Höhle gewagt, da der Weg dorthin noch beschwerlicher war und ich mich schon mit dem auch nicht einfachen Abstieg beschäftigt habe. Hier stand dann mein Entschluss fest, das war es für mich, mit Wanderungen in den Bergen. Diese Strecke hatte definitiv die Einordnung „Einfach“ nur verdient, weil sie nicht so lang war und die Höhenmeter moderat. Alles andere war einfach nur gefährlich und für mich zukünftig nicht vereinbar. Denn die Chance hier abzurutschen oder einem Steinschlag von oben ausgesetzt zu sein, ist extrem hoch und dann wäre diese Reise beendet. Natürlich werden wir weiterhin wandern, aber eben nicht in so einem, zugegebenermaßen, traumhaften Gelände. Die jeweiligen Aussichten waren schon genial, aber Sicherheit geht vor… Heute werden Thomas, Martha und Vossi mittels UBER, nach Downtown El Paso aufbrechen. Ich bleibe mit Zoco hier. Städte sind eh nichts für mich und die Highlights die El Paso mit sich bringen, sind nun auch nicht unbedingt meine Highlights. Ein Tag hier in der Einsamkeit, ist für mich extrem verlockend und ein paar Kleinigkeiten im Sprinter, will ich auch noch reparieren. Also passt… Bis morgen!

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