Gut sieben Monate sind wir nun schon unterwegs, sprachlich wird es immer besser, auch wenn wir uns mit den jeweiligen Slangs oft noch schwer tun. 😅 Aber ich bin mutiger, man kennt mich ja nicht, wahrscheinlich werden wir uns nie wieder sehen… Bevor wir Martha und Vossi getroffen haben, war ich etwas reisemüde… dachte ich. Heute, nachdem wir wundervolle Tage mit den beiden hatten und wir zur Zeit alleine unterwegs sind, denke ich differenzierter. Ich glaube, wir hatten gerade am Anfang unserer Reise, (zu) viele Highlights. Als wir dann langsamer reisten, gerade in unserem Rentnerparadies sehr lange standen, dachte ich, es muss doch mal wieder was kommen. Für die Schönheiten der Umgebung, den Genuss am Reisen, war ich gar nicht mehr richtig zugänglich. Wollte mehr… Da war die Ablenkung, auf einmal zu viert zu reisen, perfekt. Wir haben tolle Gegenden erkundet, sind gewandert, haben gespielt. Als sich unsere Wege vorerst trennten, kam mein langersehntes Highlight, die White Sands 🥰. Dadurch, dass wir so lange unterwegs sind, weiß ich jetzt aber auch kleinere Highlights, wie z.b. diese Wüste hier, durch die man kilometerweit fährt, noch ganz anders zu schätzen. Man sucht hier mehr nach Abwechslung des Tages. Das Lichtspiel, eine Oase, wo Wasser ist, wie hier, wird ganz anders wahrgenommen. Oder entlang des Rio Grande, wenn er auch recht trocken ist, wie grün auf einmal die Ufer sind. All das, nehme ich gerade vielmehr war. Ich Reise… das ist nicht mehr dahin gesagt, das fühle ich heute ganz anders. Es braucht die Zeit, um diese Ruhe langsam aufzubauen. Natürlich bin ich total gespannt, was uns als Nächstes erwartet. Wieder ein State Park, soviel ist klar, aber was gibt es da für Lichtspiele. Noch eins ist sehr klar geworden, 2 Nächte sind zu wenig an einem Ort, außer man bleibt nur zum übernachten dort, um die Fahrtstrecke nicht zu lang werden zu lassen. Hier würde ich gerne einen Tag länger bleiben, allerdings ist der nächste Park so begehrt, dass wir das Wochenende meiden wollen/müssen, um einen Platz zu bekommen. 3-4 Tage sind perfekt, um anzukommen, zu entdecken, aber auch um auszuruhen. Ja, die Erfahrungswerte stellen sich auch erst jetzt wirklich ein und somit auch ein Rhythmus, ähnlich wie zu Hause. Es ist halt unser neues zu Hause, an dass man sich erstmal gewöhnen muss, weil es ständig einen neuen Standort hat. Bis morgen!

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