Ach, wie schön das hier wieder ist! Wir sind wirklich unfassbar dankbar, das alles erleben zu können. Ja, es war mehr mein Traum und ja, wir haben auch unsere Höhen und Tiefen, selbst mit Grundsatzdiskussion, aber gerade ist einfach alles perfekt. Da es heute so heiß werden soll, 38 Grad und Sturm ab 11 Uhr, beschließen wir, ganz früh zu unserem eigentlichen Ziel, hier in den Black Hills aufzubrechen. Gestern Abend schon alles abfahrbereit gemacht, heute morgen um 4.30 Uhr aufgestanden und gemütlich in den Tag gestartet. Danach fertig gemacht und mit Zoco ne Runde gelaufen. Man ist das kalt. Hatte ich doch ne kurze Hose an, aber zum Glück noch ne Sweatjacke drüber, na dann halt Gas geben. Als wir um 6.30 Uhr losfuhren, waren es 11 Grad! Und heute sollen es 38 werden? Kaum vorstellbar, aber perfekt für Zoco, der gleich im Auto bleiben muss. 20 Minuten Fahrt und schon sahen wir einen riesigen Kopf im Felsen… unser Ziel: Mount Rushmore National Memorial! Eintritt kostenlos, Parkgebühr 10 Dollar, das ist fair. Müssen wir allerdings auch nicht bezahlen, da wir so früh da waren, dass noch keiner im Häuschen war. Dafür haben wir wie immer, ein bisschen Geld später im Visitor Center gelassen 😌 Für die, die es nicht kennen, hier ein Auszug von Wikipedia: Das Mount Rushmore National Memorial ist ein 1941 fertiggestelltes Denkmal, das aus monumentalen Porträtköpfen der vier bis zur Zeit seiner Erstellung als am bedeutendsten und symbolträchtigsten geltenden US-Präsidentenbesteht. Jedes Porträt ist 18 Meter hoch. Dargestellt sind von links nach rechts die Präsidenten George Washington (1. US-Präsident), Thomas Jefferson (3.), Theodore Roosevelt (26.) und Abraham Lincoln (16.). An den Bildern könnt ihr vielleicht erkennen, wie beeindruckend das Ganze ist. Auch die gesamte Anlage, ist wirklich schön gemacht. Die Eingangsallee ist gesäumt mit den Flaggen aller amerikanischen Bundesstaaten, man kann einen Rundweg gehen und kommt währenddessen den Monumenten immer näher. Muss allerdings 250 Stufen erklimmen. Wer lieber Stufen runter geht, geht den Weg einfach linksrum, dort führt bergauf ein Weg bis kurz vor das Monument und die Stufen kann man dann runter gehen. Seit unserer Begegnung mit Pat, sehen wir alles in dieser Gegend etwas kritischer. Trotzdem würde ich nicht soweit gehen, es gar nicht zu besichtigen. Als Kunstwerk und wenn man sich vorstellt, mit welchem Aufwand das erstellt wurde, ist es definitiv einen Besuch wert. Was soll man jetzt auch machen? Die Lage ist verzwickt. Natürlich ist das Land hier, den Indianern unrechtmäßig genommen worden und sicher könnte man bis heute, die Politik und den Umgang mit den Native People, besser gestalten. Aber soll man es jetzt wegsprengen? Schwierig! Ich kann allerdings auch verstehen, das sich die Lakota provoziert fühlen, dass ausgerechnet Abraham Lincoln dort runterguckt. War es dieser doch, der für eine Massenexekution verantwortlich war, wo 38 Lakota Indianer öffentlich auf seine Anweisung gehängt worden sind. Was wir jedoch faszinierend fanden, den ursprünglichen Plan. Eigentlich sollten diese Köpfe schon viel früher in Stein gehauen werden. Allerdings eben nicht besonders „verdiente“ Präsidenten der USA, sondern, auch hier ein Text von Wikipedia: Die Idee, ein Monument für berühmte Persönlichkeiten in den Bergen von South Dakota zu erstellen, kam von dem Historiker Doane Robinson (1856–1946). Er wollte damit den Tourismus in der Region ankurbeln. Ursprünglich dachte er nicht an Präsidenten, sondern an bekannte Gestalten aus der Geschichte des Westens, wie Lewis and Clark, Red Cloud und Buffalo Bill Cody. Moment mal, Red Cloud? Den Namen kennen wir doch. Natürlich das war der Urgroßvater von unserem Pat. Ach herrje… im Visitor Center entdecken wir auch eine Postkarte von ihm. Wir haben sie mitgenommen und werden morgen mal eine Postkarte schreiben. An wen, natürlich an Pat…










