Mount Rushmore (Tag 4)

Puh, unser letzter Tag hier in den Black Hills, war ordentlich vollgeproppt. Morgens ging es zum Crazy Horse Monument. Sozusagen das Gegenstück zu Mt. Rushmore. Hier wird einmal das größte Monument weltweit entstehen, wenn es denn mal fertig wird. Hierfür rechnet man noch rund 15-35 Jahre, je nach Geldfluss und/ oder Gegebenheiten. Man baut ja auch erst seit 77 Jahren daran 😅 Die ersten Schritte, neben kleinen Entwürfen, waren tatsächlich mit Hammer und Meißel… bei den Ausmaßen, unvorstellbar. Wir erinnern uns, Mount Ruschmore war ja ursprünglich geplant, mit Köpfen von Menschen, die den Westen der USA prägten, nämlich Indianern. Überhaupt sind die Black Hills mal den Indianern zugeschrieben worden und erst nach Goldfunden, wieder aberkannt. Das ist jetzt wirklich sehr vereinfacht dargestellt, die Geschichte ist kompliziert. Jedenfalls wurde der Bildhauer Korczak Ziolkowski von dem Stammesältesten Henry Standing Bear beauftragt, dieses Monument zu erstellen. Korczak Ziolkowski war Bildhauer, polnischer Herkunft und arbeitete schon am Mount Rushmore Projekt mit. Er fühlte sich geehrt. Nachdem er 1982 starb, übernahm seine Frau Ruth die Weiterbearbeitung, mit sieben ihrer zehn Kinder, ach Enkelkinder arbeiteten zwischenzeitlich an dem Projekt mit. Wie überall, bei großen Projekten, wo es auch um viel Geld geht, sind sich nicht immer alle einig. So gibt es auch unter Indianern bis heute, Gegner dieses monströsen Projektes, da sie es für eine Entweihung Crazy Horses empfinden (er gehörte zu den Indianern, die sich nie fotografieren ließen) und auch eine Entweihung anderer Indianer, da sich dort diverse (unbekannte) Grabstätten von Ihnen befinden. Ok, sehen wir es mal unter einem anderen Gesichtspunkt. Ich wurde gefragt, ob man hierher reisen muss, wenn es eigentlich nicht auf der Route liegt. Wir sind sehr froh, hier hoch gefahren zu sein, auch wenn es viele Kilometer gekostet hat und noch kosten wird. Wir sind Reisende und wollen so viel wie möglich Land und Leute kennenlernen und sehen. Jedes Fleckchen in den USA, hatte bisher seinen ganz eigenen Reiz. Auch nach langen Nachdenken, gibt es nur einen Ort, wo ich nicht mehr hinwollen würde und das ist Memphis. Graceland haben wir gesehen, das war gut, aber wenn uns eine Stadt überhaupt nicht gefallen hat, war es eben Memphis. South Dakota, das war einfach toll. Eine andere Welt, so vielseitig, so interessant und intensiv. Ja, es lohnt sich, hier hoch zu fahren, zumindest für uns, aber jeder ist anders. Morgen fahren wir wieder, aber nicht ohne vorher noch ein Bison Steak genossen zu haben, danach ne fette Portion Eis. Ein perfekter Abschluss, bevor es morgen Richtung Nebraska geht… wir sind gespannt, bis morgen!



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