Und wieder eine neue Zeit… wir sind jetzt statt 9, „nur“ noch 8 Stunden hinter Deutschland, ein Glück! 9 Stunden ist echt heftig und diese Zeit sollte uns ne Weile erhalten bleiben 🤗 Früh ging es los, hatten wir doch einiges an Strecke vor uns. Wir wollen gen Süden und wie gestern schon geschrieben, so viele Straßen gibt es hier nicht, so müssen wir Zickzack fahren. Der nächste größere Ort, bot nicht nur Einkaufsmöglichkeiten, auch waren wir am Pazifik, also auf der anderen Seite der Halbinsel. Eigentlich hatten wir uns 2 Stellplätze rausgesucht. Der erste war leider vor der Stadt, wir brauchen aber Hundefutter und trafen unterwegs einen Deutschen, der uns den anderen schmackhaft gemacht hat, den wir auch schon ins Auge gefasst hatten. Der lag weiter südlich. Leider ist hier die Straße noch gesperrt, wird wohl später im Jahr, zur Walsaison erst geöffnet. Na gut, jetzt zurück, ist auch irgendwie blöd, zumal wir hier eh nochmal lang kommen, wenn wir wieder zurück in die USA fahren. Also wo kann man sonst hin? Da bot sich San Ignacio an. Eine kleine Stadt im Landesinneren, die mitten in der Wüste, über eine große Quelle verfügt, so dass wir heute auch am Wasser stehen, umringt von grün und vielen Palmen. Idyllisch! Eigentlich wären wir hier auch deutlich früher gewesen, wenn nicht zwei Militärkontrollen uns den Weg versperrt hätten. Vorbereitet waren wir drauf und blickten nun freundlich ins erste Gesicht. Viele Tipps, wie man sich verhält, hatten wir vorab gelesen und letztlich ist es wahrscheinlich bei jedem anders. Also grüßte ich erstmal freundlich, Verstand natürlich kein Wort bis er meinte „Inspektion“ ok, dann mal rein. Vor Zoco wich er erst zurück und ließ sich aber überzeugen, das er ganz freundlich ist. So einfach raus geht nicht, weil viele andere (Straßen) Hunde hier umherlaufen inkl. noch ein Esel und ein Pferd 😅 Er guckte sich alles an, machte Schränke und Schubladen auf. Freundlich und eher zurückhaltend, ließ uns einige Sachen öffnen, die sich nicht alleine öffnen ließen. Es kam wie es kommen musste, er fand meine Medizin. Tja und letztendlich hätte er es abkürzen können, dafür war er und seine fünf schwer bewaffneten Kollegen aber nicht mutig genug. Die Medizin ist als Medizin mit Rezept auch hier erlaubt, das hatte ich aber nicht und nach viel Palaver und knapp eine Stunde später, hatte er und ein Kollege, einen Teil der Medizin und ein kleines Scheinchen mehr im Portmonee und wir konnten weiter fahren. Mag sein, dass wir letztlich Glück hatten, aber wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl einer Bedrohung. Es war von vornherein klar, auf was sie aus sind und seien wir doch mal ehrlich, die sehen uns, mit „fetten“ Auto durch die halbe Welt reisen und selbst verdienen sie ein paar Pesos und werden sich das nie ermöglichen können. Tut es uns weh? Nein! Muss man sich drüber aufregen? Nein! Bei der zweiten Kontrolle wurden wir durchgewunken und ich denke, so wird das hier und in Mexiko immer mal wieder sein. Ruhig und sachlich bleiben, ab einem Punkt aber auch mal Kontra geben, einen Obulus da lassen und leben und leben lassen. So zumindest unser Plan. Hoffen wir, dass er auf geht. Bis morgen!

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.