Savannah (Tag 10)

Heute wollten wir nun endlich unser Parkticket Problem angehen. Das Ticket hatten wir uns vor ein paar Tagen eingefangen, weil wir es nicht geschafft haben, ordnungsgemäß die Parkuhr zu füttern. Nicht, das wir es nicht versucht hätten, wir haben es einfach nicht verstanden. Bisher lief das immer so, dass man an die Parkuhr geht, sein Kennzeichen eingibt. Hier muss man manchmal etwas tricksen, da unser Kennzeichen von der Zeichenfolge natürlich abweicht, zu den amerikanischen, aber bisher haben wir das immer hinbekommen. An dieser Parkuhr gab es zwar ein Eingabefeld, aber das bestand nur aus Zahlen, keine Buchstaben. Alle Zahlenkombis wurden nicht akzeptiert, die wir von unserem Kennzeichen ableiten konnten. Resigniert hatten wir aufgegeben und sind so gegangen, um bei der Rückkehr unser Ticket vorzufinden. Erschwerend, uns wurde nicht nur Nichtzahlung vorgeworfen, vielmehr hätten wir einen Hydranten zugeparkt 🤔 im Nachhinein, ja, das haben wir tatsächlich übersehen. Merke, selbst lange Parkbuchten, mit diversen Abschnitten, können durch gelbe Linien gekennzeichnet sein, wo man dann nicht parken darf. Ok, das wussten wir nicht. Überweisen konnten wir das Ticket nicht, dafür hätten wir ein US Konto benötigt. Paypal geht nicht, Schecks haben wir auch nicht. Man hätte 50 Dollar (so hoch war die Strafe) in den beigefügten Umschlag packen können und per Post schicken können. Das wollten wir nicht, weil wir dann keinen Beleg gehabt hätten, das wir es bezahlt haben. Man hätte es auch ignorieren können, solche Verstöße werden wohl nicht Länderübergreifend geahndet. Das Risiko war mir allerdings zu hoch, denn letztendlich spielen wir mit solchen Aktionen auch mit unserem Visum und das wäre fatal, wenn wir nicht einreisen dürfen, nach unserem kurzen Deutschland Break. Man kann aber auch das Ticket in bar, in einem Büro bezahlen und das wollten wir nun heute machen. Das Büro lag nur unweit vom Ort entfernt, wo wir falsch geparkt hatten, also versuchen wir wieder unser Glück und studieren nochmals in Ruhe alle Schilder und Anweisungen und scheitern…. Also geh nur ich zum Büro, Thomas bleibt beim Sprinter, damit wir nicht das nächste Ticket kassieren. Die sind erstaunlich modern eingerichtet. Ticket scannen und schon hat die Dame alles, inkl. Foto parat und möchte kassieren. Ja, aber erst möchte ich wissen, was wir falsch gemacht haben und wie dieser verdammte Apparat funktioniert! Hier erfuhr ich auch von den gelben Linien, könnte für weitere Städte gelten, wo ich die Zahl finde, die ich eingeben muss und die entsprechende Reihenfolge, wie das alles funktioniert. Kleines Video anbei… Dazu muss ich all sagen, das ich bei anderen Parkplätzen auf der anderen Seite auch Zahlen entdeckt hatte, jeweils an jedem Parkplatz und als aufgestelltes Schild. Bei unserer Seite war auch ein Schild, da stand aber nur ein # drauf, was ja am Eingabefeld nicht vorhanden war, sondern nur Zahlen. Tja, in unserer Reihe stehen die klein auf der Straße… das haben wir nicht gerafft 🙈 Ok, zurück zu Thomas, dort konnte ich mein Wissen gleich einer Amerikanerin weitergeben, die genauso verzweifelt war, wie wir zuvor und es auch nicht verstand. Wir zogen auch gleich ein Ticket, denn wir wollten nochmal zum Hafen runter und dort die noch nicht angesehene Seite erkunden. 2 Stunden, 4 Dollar, verhältnismäßig günstig. Irgendwann sind wir dort noch eingekehrt und haben uns was leckeres zu essen bestellt. Gegenüber war auch ein Parkplatz, dort spielte sich nun das gleiche Drama ab. Vier verschiedene Familien versuchen verzweifelt an ein Parkticket zu gelange. Insgesamt amüsierten wir uns rund 30 Minuten, bis irgendwer kam und es vormachte. Also ganz so blöd scheinen wir doch nicht gewesen zu sein, wenn es die Einheimischen auch nicht gerallert bekommen 😅. Später kam noch ein riesiges Containerschiff vorbei und als wir sahen, wie hoch die Container gestapelt sind, war ich froh, dass wir unseren Sprinter RoRo, also nicht im Container transportieren lassen haben. Das kann doch gar nicht halten…. Bis morgen!

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