Oklahoma City und unser erster Teil der Route 66, auch die Mutter aller Straßen genannt. Man sagt, du kennst Amerika nicht, wenn du nicht die Mutter aller Straßen gefahren bist. Den meisten Touristen wird meist nur ein kleiner Teil vergönnt sein, zumal die Route66 heute auch nicht mehr vollständig existiert. Natürlich war auch uns immer klar, mindestens einen Teil davon wollen wir auch fahren. Mehr der Zufall, oder auch das Wetter, wird uns jetzt die Chance geben, doch einen deutlich größeren Teil befahren zu können, als wir ursprünglich geplant haben. Die Ursprüngliche Route führte von Chicago nach Santa Monica, u.a. durch Oklahoma City. Heißt für uns, da wir eh bis nach Chicago wollen, wir fahren von Oklahoma bis nach Chicago. Die Routenplanung war und ist nicht so ganz easy, deshalb konnten wir den gestrigen Tag auch ganz gut nutzen. Hatten wir doch schon beim Blue Ridge Moutain Parkway erlebt, dass berühmte amerikanische Straßen, nicht immer bestens ausgeschildert sind, bzw. wenn man mit Navi fährt, dass einen sowieso woanders lang haben möchte. Nun kam ja noch erschwerend hinzu, dass die Route 66, in ihrer Ursprungsform nicht überall verfügbar ist, teilweise auch von einer Interstate ersetzt wurde. Nun ja, die nächsten Tage werden zeigen, wie gut wir uns vorbereitet haben. Der heutige Tag zumindest, war schon mal absolut vielversprechend und alles easy zu finden, obwohl wir teilweise mit bis zu fünf Apps auf einmal „arbeiten“ 😅. Heute morgen ging es erstmal nach Oklahoma City. Vorsichtshalber hatte ich eine längere Gassirunde am Morgen schon hinter mir, damit Zoco bei all der Fahrerei und der vielen Zwischenstopps, wenigstens etwas auf seine Kosten kommt. Schon als wir ankamen, viel uns ein weiteres Mal auf, wie aufgeräumt und sauber alles in dieser Stadt ist. Irgendwie ein regelrechtes Markenzeichen von Oklahoma. Selbst die Straßen sind hier auf langen Strecken besser, als im bisherigen Rest des Landes. Oklahoma gefällt uns immer besser. Wenig los hier und Parkplätze gibt es überall, sogar kostenfrei für jeweils zwei Stunden. Irgendwie wirkte alles extrem gepflegt, allerdings fast etwas ausgestorben, was aber am Feiertag liegen kann. Ein nettes Frühstückscafe war dann unser erstes Ziel, danach ein Bummel durch die City mit Zoco. Danach haben wir unser erstes Ziel eingegeben, von wo aus wir auf die Route 66 treffen müssten. Beide zeitgleich, haben wir aus dem Augenwinkel noch einen Hundeplatz entdeckt, der auch gut besucht war. Bremsen, nächsten Parkplatz ansteuern und nochmals mit Zoco raus und auf den Platz. Hatte ich schon erwähnt, was für tolle Hundeplätze wir bisher in den USA gefunden haben. Das ist wirklich der absolute Wahnsinn. Dieser war scheinbar schon älter, dadurch auch einen ordentlichen Baumbestand, wirklich groß, selbstverständlich mit kostenlosen Kackbeuteln und zwei Wasserspendern für die Hunde. Bänke für die Besitzer und an diesem Platz war sogar ein kleiner Agility Platz dabei. Diesmal stimmte auch die Temperatur und Zoco hatte richtig Bock auf die anderen Hunde. Fand dabei erst einen deutschen Schäferhund, dann kam noch ein schwarzer Schäferhund dazu. Erst spielten sie, dann musste Zoco mal ein wenig angeben und zeigte sein Sprintvermögen 😅. Schöner Start in den Tag. Jetzt aber los auf die Route 66. Eine unserer Apps ist wirklich komfortabel, aber riesig und mit Massen an Möglichkeiten, so dass man sich erstmal einfuchsen muss. Klappte mit der Zeit immer besser, war dann auch echt lustig, da man eine Art digitale Stempel für die angesteuerten Sehenswürdigkeiten bekommt. Falls ihr selbst mal die Route fahrt, „Route66- Ultimate Guide“ heißt die App. Ist kostenlos und wirklich zu empfehlen. Den Umgang kann man leider erst auf der Route erst richtig lernen und verstehen, da diese halt interaktiv ist. Uns hat es wirklich Spaß gemacht und bisher hat es sich auch absolut gelohnt, diese Strecke zu fahren. Oklahoma gefällt uns immer besser, mal gucken was die nächsten Tage so für uns bereithalten. Am besten war heute mit Sicherheit das Motorrad Museum in Warwick, unglaublich, was für Bikes dort alles ausgestellt sind. Kann man übrigens kostenlos besuchen, eine kleine Spende oder ein Kauf diverser Merchandising Artikel, natürlich erwünscht 😇. Gern geschehen… Mitarbeiter hier sind meist Rentner, die es aus Überzeugung ehrenamtlich betreiben. Ähnlich, wie wir es auch in den National Parks häufig erlebt haben. Lustig war auch die Soda Flasche, aber auch die runde Scheune, wo sich auch ein älteres Ehepaar die Mühe macht, Spenden zu sammeln oder ebenfalls kleine Merchs zu verkaufen, für den Erhalt der Einrichtung. Hier haben wir übrigens eine deutsche Austauschschülerin getroffen, die ihr Jahr schon fast beendet hat und sich gerade tierisch auf zu Hause freut. Ja, Familie und Freunde wieder treffen, habe ich vermutet… ne, alles schön, aber DEUTSCHES BROT!!!!!! Das ist, was ihr fehlt. Hört man ja von vielen, bei uns geht’s … noch 😅 Kurz vor dem nächsten Highlight, haben wir nun erstmal unseren Stellplatz aufgesucht. Obwohl wir lange unterwegs waren, haben wir vielleicht 120 Kilometer geschafft. Wir haben also noch viele vor uns und freuen uns schon sehr darauf. Auch der Stellplatz ist wirklich ein Traum, direkt am See, wieder mit Ess.-Grill- und Feuerplatz. Herrlich. Ganze 15 Dollar kostet es uns, zahlen wir gerne, zumal Toilette und Wasser ebenfalls enthalten sind. Was will man mehr? Bis morgen…



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