Reisen erschöpft, macht aber glücklich. So kann man wohl den heutigen Tag am besten zusammenfassen. Heute Früh um 6.30 Uhr, ja mit Thomas 😁 und er war sogar schon fertig gemacht, haben wir unser Camp verlassen. Wie geplant, sind wir nochmal Richtung Cades Cove gefahren, um in der Früh, den ein oder anderen Bären zu sehen. Irgendwie sagte man uns, fahrt früh hin. Ich glaube jedoch, diese bärische Gemütlichkeit, wirkt sich auch auf den Schlafrhytmus aus 😅. Trotz traumhaftem Wetter, wolkenloser, blauer Himmel, war einfach kein Bär zu sehen. Rehe, wilde Truthähne und ein balzendes Auerhahnpärchen bekamen wir neben megaschönen Aussichten, zu sehen. Aber kein Bär. Cades Cove, der Ort mit der „sichersten Bärensichtung“, lag rund 35 Kilometer von unserem Camp entfernt und die Hauptstrecke, um wieder rauszukommen aus dem Nationalpark, wäre die gleiche gewesen. Das wollten wir nicht und sind stattdessen noch einmal eine halbe Runde Cades Cove gefahren (besteht eigentlich aus einer Rundstrecke von rund 11 Meilen, um dort eine Ausfahrt zu nehmen, die eher Schotterpiste ist, dafür aber besser zu unserer Richtung passt. Die Entscheidung haben wir später echt bereut. Aber zurück zum Cades Cove, ganz zum Schluss, kurz bevor wir abfahren mussten, ja was seh ich denn da? Da hat sich dann doch noch ein Bär aus der gemütlichen Höhle gequält und sich vor unsere Kamera postiert. Na, was für ein schöner Abschluss für uns, vom wunderschönen Smokey Mountain Nationalpark 🥰. Gut, dann kann es ja rausgehen. Besagte Schotterpiste anvisiert, ach ja, das ist ja kein Problem. Langsam fahren, dann ist das gut machbar. Thomas ulkte noch, na Luft rauslassen? So ein Quatsch, die lächerlichen 13 Kilometer, das lohnt nicht. Tja, da hatte ich ja nur den Anfang gesehen. Der war nicht nur gerade Strecke, sondern ebenmäßig. Aber wir befinden uns ja in den Bergen…. Nach der ersten Kurve wurde es eng, ging über eine Brücke und ein Schild wies darauf hin, max. fünf Tonne . Hei, was ein Glück, das passt ja genau! Also weiter. Zum Glück ist es ja eine Einbahnstraße. Und dann ging’s bergauf. Hatte ich mal erwähnt, was der Sprinter gar nicht mag? Am Berg anfahren! Wenn man mit Schwung kommt, kein Problem, aber wenn ich bremsen muss, weil da Löcher und große Steine sind, ui… Ok, nach Kilometer zwei, erstmal Allrad rein, uns kann ja gar nix passieren, wir habens ja 😅. Aber die Straße wurde immer schlechter und bergiger und enger. Und dann… ein Auto von vorne.. ne Freund, das ist ne Einbahnstraße! Sah er auch schnell ein, setzte den Rückwärtsgang und setzte nach hinten, um die nächste Ausweichmöglichkeit zu finden. Hier war gerade ein Streckenabschnitt, der auch relativ gut befahrbar war. Weiter ging’s und mir kam dann die Idee, warum der wohl uns entgegen kam🙈 tja, nicht durchgekommen, denn es wurde noch holpriger und unwegsamer. Das kleine Video, das ihr seht, ist echt noch ein Witz. Schlussendlich haben wir es nach rund einer Stunde geschafft, die 13 Kilometer zu bewältigen 🤗. Nun stand eine Dusche auf dem Plan, die wir ansteuern wollten. Nach einer Fahrt durch die Mountains, die Straße war zwar gut geteert, erinnerte aber eher an eine Achterbahnfahrt mit hoch, runter und Kehren, Zoco mittlerweile schwerst genervt, da das festkrallen nicht immer funktionierte, kamen wir an einem Visitor Center an, mit der besten, modernen und heißen Dusche, die ich bisher hier zu Gesicht bekommen habe. Himmlisch! Jetzt aber endlich was essen. Mittlerweile war es halb eins und wir hatten noch nichtmal gefrühstückt. Also wieder auf die kurvige Strecke und was jetzt folgt, kann sich jeder begeisterte Motorradfahrer vorstellen. Diese kamen nämlich in Scharen, getoppt nur noch von Sportwagenfahrern und alle hatten eines gemeinsam: LEBENSMÜDE Ja, ich fahr auch gern mal flotter, aber das war Kamikaze. Eine scheinbar sehr beliebte Strecke und Amerika wäre nicht Amerika, wenn nicht aus allem Geld gemacht wird. Die Fahrer werden regelrecht angeheizt zum heizen, da alle paar Meter ein Pavillon steht mit Fotografen. Ne keine Polizei, das sind tatsächlich Spassfotos, die sich die Fahrer später bestellen können. Wir mit unserem kleinem Lastesel dazwischen, immer wieder an Rand gefahren um die Fahrer vorbei zu lassen. Es ist ja mittlerweile warm, deshalb fahre ich eigentlich immer mit offenem Fenster, aber als ich ne Stimme hörte, „fahr mal ran, damit wir vorbeikommen“ dachte ich, ich hab geträumt. Ne, ich hab welche wieder vorbeigelassen und da schallte es auch schon DANKE! 😅 Na gut, etwas gegessen und irgendwie mussten wir ausgerechnet die sch… Straße noch ein drittes Mal fahren, danach wollte ich nur noch auf die Autobahn, ich war einfach fix und fertig. Schlussendlich haben wir nach rund elf Stunden, unser Ziel für heute erreicht und das ist wirklich schön und ruhig hier…. Bis morgen!





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