Ach, es ist schon wirklich schön hier… Dadurch, dass wir von hier nicht nur die Gassirunden machen, sondern auch diverse Wege mit dem Sprinter erledigen, lernen wir immer besser die Umgebung kennen. Der Weg zu den Autowerkstätten hat uns eher abgeschreckt, da er eben erst durch unsere kleine Siedlung führt. Die ist wunderschön, aber dann kommt man auf eine, typische amerikanische Straße, breit, laut, mit vielen Geschäften. Ja klar, wir sind ne halbe Stunde von Houston entfernt und die Vororte, wollen versorgt werden. Das läuft hier halt wirklich anders. Schnell erreichbar, immer autogerecht, aber eben auch hektisch und nicht schön. Solche Straßen sind meist dreispurig, je Richtung und zusätzlich noch eine Mittelspur, damit man bequem abbiegen kann. Einfach riesig und natürlich dadurch nicht schön. Aber, gestern Abend sind wir ja zu unserem Hochzeitstag Essen gefahren und das war wieder so eine Straße, die wir hier lieben. Ein, maximal zweispurig pro Fahrbahn, nette Häuser links und rechts, auch mal leicht verkommene, aber eben, wo man irgendwie das Leben sehen kann. Zusätzlich ging es auch die Küste entlang, somit also eher schicke Gegend. Im Prinzip ist es ja das am Reisen, was wir weniger mögen, heute hier morgen da, man lernt nichts genauer kennen. Um so mehr lieben wir diesen Aufenthalt im Airbnb, wo man auch mal ankommt und die Gegend, aber auch einige Leute kennenlernt, wie sie so hier ticken. Denn stellt euch vor, durch die ganzen Bundesstaaten, durch die wir durchkommen, sprechen wir immer vom „ Ami“, jeder Bundesstaat tickt aber nochmal anders. Das wollen wir kennenlernen, begreifen, warum, weshalb, wieso. Das ist das spannende und genau das erleben wir hier gerade. Unser Essen war fantastisch, auch wenn ich die Übersetzung etwas fragwürdig fand und doch sehr überrascht war, was ich auf dem Teller hatte 😅. Zum Glück bei mir, Thomas wäre auf der Stelle schlecht gelaunt gewesen und hätte gar nichts mehr gegessen 😇. Was war das „Problem“? Der Google Chrome Browser hat bei der Speisekarte unseres auserwählten Restaurants, Crawfisch mit Lobster übersetzt, weiter hatte ich nicht nachgeschaut. Oyster, also Austern, hatten sie ebenfalls, Fisch in jeglicher Form auch, also hin da und ich hatte im Kopf mein Menü schon zusammengestellt. Zur Vorspeise hatten wir beide auch leckere Oyster und ich hab mir den Crawfish gegönnt, obwohl auf der Karte jeweils kein Endpreis stand, sondern nach Tagesmarktpreis abgerechnet wird. Thomas hatte sich die gegrillte Fischplatte bestellt, da er beim Crawfish doch etwas skeptisch war, sein Glück! Es stellte sich nämlich raus, dass der Crawfish kein Lobster, sondern Flusskrebse sind 😅. Ja, auch ich hab meinen Teller zuerst etwas skeptisch angeschaut, wie und was bekomme ich da überhaupt raus? Beherzt hab ich, natürlich mit den Fingern, als Alibi zuerst noch ne Gabel zur Hilfe in der Hand, zugegriffen und versucht, die Dinger auseinander zu brechen. Nach dem Dritten ging es schon einfacher, aber die Biester machen echt schon ein wenig Arbeit. Die sich aber definitiv loht. Lecker, super lecker war unser Essen. Die Oyster eh köstlich, ganz frisch und riesig. Fast so, wie wir sie schon mal in Frankreich hatten, gut garniert mit einer feurigen Tomatensalsa und Jalapeños. Wie gesagt die Flusskrebse haben nach kurzem Kampf, auch ihr leckeres Fleisch freigegeben und Thomas Fischplatte war ein Gedicht. Insgesamt ein wirklich gelungener Abend und wieder was Neues hier in der Gegend kennengelernt. Den heutigen Tag muss ich erstmal sacken lassen. Wir waren im Space Center in Houston, wobei das eigentlich genau zwischen unserem Viertel vom Airbnb und Houston selbst liegt. Gebucht hatten wir im Voraus, einerseits den Eintritt an sich, hier bucht man ein Zeitfenster, ab 13.00 Uhr hatten wir unser beginnendes Zeitfenster. Vor Ort gibt es eine riesige Halle, mit allerlei Interessanten Info Ständen und natürlich Merchandising. Sowas darf im Amiland nicht fehlen. Außerdem wird man mittels „Tram“ von Ort zu Ort gefahren. Einiges ist automatisch im Ticket enthalten, z.B. das Rocket Center, aber die Mission Station, muss man extra buchen. Hab ich nicht so ganz verstanden, zumal die vielleicht 2-3 Dollar unterschied gemacht hat, aber sei es drum, hatten wir ebenfalls gebucht. Auch hierfür gibt es ein striktes Zeitfenster. 13.20 Uhr war unsere Abfahrt. Insgesamt kann ich schon sagen, hat sich alles wirklich gelohnt und empfehle es jedem, der hier in der Gegend ist. Ausführlich würde ich jedoch morgen gern davon berichten, denn auch hier wird es langsam spät und ich müde und außerdem wollt ihr morgen die nächsten Zeilen lesen 🥰 somit, allen einen schönen Donnerstag, freue mich, bis morgen…


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