Nach langer Suche, noch ein Plätzchen ergattert… Tja, nachdem wir leider nicht am Restaurant stehen bleiben konnten, weil einerseits zu wenig Schatten und andererseits wäre nachts das Tor der Zufahrt abgeschlossen worden. Blöd, wenn man die Nachtstunden zum fahren nutzen möchte, um etwas kühler ans nächste Ziel zu kommen. Also weiterfahren, Richtung Oklahoma City und auf dem Weg dorthin ein Plätzchen finden. Mich erreichen immer wieder Fragen, warum wir nicht viel öfter freistehen. Nun die Frage ist recht einfach zu beantworten. Es geht bisher schlicht nicht. Ja, an diesem einen Strand war es möglich,wo wir ne Woche verbracht haben, in Kanada war es ebenso easy, aber bisher waren die meisten Gegenden in den USA einfach so, dass es jemanden gehört, oft sogar eingezäunt. Diese romantischen Bilder von YouTube oder Instagram, sind einfach von der Westküste oder dem Westen im Allgemeinen. Hier im Landesinneren oder an der Ostküste, steht man entweder in State Parks (um die 30 $, für Rentner oft Rabatt) oder Nationalparks (auch bisher im ähnlichen Preissegment, wird sich aber im Westen deutlich nach oben korrigieren) oder bei Walmart… hatten wir bisher kein Bock drauf. Auf dem Weg nach Oklahoma, hatte Thomas das ein oder andere Plätzchen schon rausgesucht, war mir aber eigentlich zu weit. Hinzu kam, dass es auf einmal hieß, die Autobahn ist gesperrt und wir müssen abfahren und später wieder auffahren. Na toll… so langsam war ich echt müde. Aber warte mal, wo sollen wir abfahren? Gainesville? Klingelt da nicht was? Na klar, der Urspungsort von unserem Lieblingsauswanderer Konny Reimann… erst in irgendeinem Haus, später das legendäre Konny Island, am Lake Mosley. Na dann, abfahren und lass uns das mal aufsuchen. Gesagt getan, die Sonne ging schon langsam unter und ich musste echt etwas „Kette geben“ um das Ziel wenigstens mit etwas Licht noch zu erwischen. Ja, wir haben es gefunden, aber schon während der Fahrt dort hin, kam mir der Gedanke, irgendwie blöd für den Käufer des alten Refugiums von Konny, wenn die blöden Touris da immer hinfahren und womöglich das Haus belagern. Zumal uns ja gar nicht klar war, was uns vor Ort erwartet. Angekommen an der Zielstraße, haben wir halt gemacht. Ein großes Schild wies darauf hin, dass alles privat ist, außerdem eine Sackgasse und letztendlich Besucher nicht willkommen sind 😇. Alles klar, das ist auch absolut ok. Konny Island liegt in einer Straße mit mehreren Anwohnern und ich möchte mir gar nicht vorstellen, was diese Anwohner in den letzten Jahren, obwohl er ja schon seit vielen Jahren auf Hawaii lebt, alles ertragen mussten. Also Foto von dem Schild gemacht und einer Art Vogelscheuche, ob die wohl Konny darstellen soll 😇😅. Also umdrehen, weiterfahren und nach einem Schlafplatz suchen. Da war doch noch ein Bootsanleger mit großem Parkplatz, an dem wir gerade vorbeigefahren sind. Für ein paar Stunden wird es wohl reichen…. Also hin da, Parkplatz eingenommen, der ein oder andere Truck stand schon da, einige mit Bootsanhänger, aber auch einige nur so, wahrscheinlich Angler. Kurz nach dem einparken ging nen Typ Richtung unseres Sprinters, wir dachten, er wollte was von uns, aber er ging vorbei, ungewöhnlich dicht und irgendwie provokant. Man entwickelt so ein Bauchgefühl… Eigentlich sind wir es bisher gewohnt, freundlich begrüßt oder zumindest gegrüßt zu werden, aber nichts, obwohl uns auch andere wahrnahmen. Ich wollte zumindest mit Zoco ne Runde drehen und ihn am Lake Mosley mal schnuppern lassen, eventuell auch trinken. Damit haben wir nämlich tatsächlich ein Problem. Zoco trinkt kein gechlortes Wasser, nur mit Tricks (Schuss Milch z.b.). Für die Hitze, trinkt er jedenfalls viel zu wenig, Flusswasser oder aus dem See, sei es noch so ne Gülle, trinkt er. Nach der Runde kurz abgesprochen, ok, hier bleiben wir besser nicht, fühlen uns regelrecht unwillkommen. Sollte tatsächlich diesmal unser Deutschland Sticker Schuld sein? Egal, wir werden es nie erfahren und fahren zähneknirschend weiter. Ich meine, wir waren mittlerweile, zwar mit großen Pausen, rund 14 Stunden auf der Bahn. Das bei Temperaturen bis zu 37 Grad. Das schlaucht. Also zurück zu Gainesville City, dort wartete ein „Crackers Barrel“ Parkplatz auf uns. Eigentlich sollte man immer den Manager fragen, ob es ok ist, dort zu parken, aber keiner von uns beiden fühlte sich noch in der Lage, verschwitzt wie wir waren, reinzugehen und zu fragen. Also riskierten wir es und legten uns so einfach hin und schliefen ein paar Stunden. Übrigens richtig gut… Dank der neuen Lüfter, war es tatsächlich auch im Bett irgendwie annehmbar. Morgens um 3.30 Uhr bin ich aufgewacht und hab mich fertig gemacht. Thomas ist noch ne Runde mit Zoco gegangen und dann ging unsere Fahrt bei angenehmen 27 Grad weiter…. Wohin, erzähl ich euch morgen….

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