Creole (dritter Strandtag)

Von den Vor und Nachteilen, eines Vanlifers! Da wir uns entschieden haben, hier noch den ein oder anderen Tag zu stehen, kann ich natürlich nicht täglich mit Highlights dienen. Wobei das hier ist zumindest für uns ein Highlight, aber solange wir hier die Welt genießen, gibt’s halt auch nix spannendes zu berichten. Deshalb dachte ich, biete ich euch mal einen Einblick, in unser tägliches Vanlife. Bzw. zeige die Vor und Nachteile auf, so, wie wir es sehen. Ihr könntet das schon ganz anders empfinden, also ein subjektiver Bericht. Vieles liegt klar auf der Hand, fließend Wasser, einfach so aus „der Wand“ gibts halt nicht. Wir haben rund 100 Liter an Bord, reicht für ungefähr ne Woche, könnten das dank Filter auch trinken, mag Thomas nicht so gerne, deshalb ein Kompromiss. Kaffee und Tee wird vom Bordwasser genommen, auch die Eiswürfel bereite ich damit zu oder fülle unseren täglichen Eistee damit auf. Pures Wasser trinken wir aus Plastikflaschen, schmeckt auch nicht toll und verursacht Unmengen an Müll. Wobei wir beim zweiten Thema wären. Bisher war es kein Problem den zu entsorgen. Wobei, echte Mülltrennung ist hier extrem selten und auch praktisch kaum möglich im Camper. Natürlich, wenn wir es am Platz haben, trennen wir, unterwegs meist schwierig. Aber es gibt wirklich an jeder Ecke Müllcontainer, so dass wir den bisher immer gut losgeworden sind. Hier am Strand ist das schon etwas anders, vorne am Eingang stehen Container, aber wir haben täglich eine Tüte Müll. Der Eingang ist ein Kilometer entfernt. Ja, ich gehe die Strecke öfter mit Zoco, aber die Leine halten und ne Tüte Müll mitschleppen, ist nicht so ganz toll, bei knapp 30 Grad. Eine Sache darf man dabei nicht vergessen, den Inhalt der Mülltüte 🙈 wobei wir beim nächsten unangenehmen Thema wären: wir haben eine TTT! Bitte was? Eine Trockentrenntoilette … das heißt, unsere Toilette separiert Pipi und Kaka… Kaka geht in eine Tüte, und Pipi in einen Kanister. Und die Kaka Tüte, ihr könnt es euch denken, geht eben in die Mülltüte. Will ich jetzt mit Zoco an der Leine, Leute denkt dran, er jagt gerne und da ruckt es auch mal an der Leine, mit der Mülltüte inkl. Kaka jetzt einen Kilometer über den Strand laufen? Inkl. der Unfallgefahr? Nein danke… Was also machen? Wir haben, eigentlich zum Holz sammeln, einen großen Rucksack auf dem Reservekanister verschnallt und dort sammeln wir den Müll. Da wir heute einkaufen waren, konnten wir auch gleich entsorgen. Bleibt der Kanister mit Pipi. Tja, wir haben schon zehn Liter Fassungsvermögen und fragt mich nicht wieso, aber der hält maximal 1,5 Tage. Und jetzt kommen wir zu einem ganz heiklen Thema. Wo entsorgen? Gleiches Thema, am Eingang stehen Dixi Klos. Aber wieder einen Kilometer laufen, zehn Liter = zehn Kilo, ne… Ab in die Büsche/ Dünen? Bitte Leute, tut es nicht!!! Denn eins ist uns bei jedem freien Stellplatz aufgefallen, es stinkt nach Pisse! Sau blöd für denjenigen, der nach einem folgt und nach mir die Sintflut, ist ein Motto, was leider von vielen Campern gelebt wird, aber wirklich scheisse ist. So werden wir bald nirgendwo auf der Welt mehr akzeptiert. Da wir hier aber auch nicht täglich abbauen können, haben wir uns für das Meer entschieden. Ja, auch nicht die feine Art, aber ich denke diese Verdünnung, ist wahrscheinlich der beste Weg. Würde ich jetzt auch nich machen, wenn jemand daneben liegt, aber wie schon geschrieben, es ist hier extrem weitläufig. Auf drei Kilometer Strand, kommen hier selbst am Wochenende max. 100 Menschen. Gut, schließen wir dieses unappetitliche Thema, kommen wir zum nächsten. Das Wetter. Zu kalt, zu nass, zu heiß, zu sonnig, zu wenig Sonne fürs Stromsetup. Man kann es dem Camper eigentlich nicht recht machen. Mit der Kälte kam ich ganz gut klar, konnte gut schlafen, allerdings wenig draußen sein, was dann zu zweit auf engen Raum, doch an die Nerven gehen kann. Regen, ist tatsächlich für ein bis zwei Tage durchaus gemütlich. Ich mache dann den Beamer an und kann alles mögliche mal angucken, kommt man sonst nämlich irgendwie nicht zu. Aber spätestens am dritten Tag, ist alles nass. Gerade mit Hund und als Raucher, geht es dann auch echt auf die Nerven. Warm mit wenig Sonne, lässt es sich gut aushalten, aber auch hier geht spätestens am dritten Tag, das Stromsetup in die Knie und zwingt einen zum weiterfahren. Tja und jetzt testen wir mal die Hitze inkl. Sonne. Was soll ich sagen, bei schönstem Wetter bin ich im Sprinter. Hier weht es ordentlich durch und man kann es perfekt aushalten. Draußen wiederum, gibt es an unserem perfekten Platz, keinen Schatten (bei 27 Grad im Schatten) top für unsere Stromwerte. Unsere Markise trauen wir uns nicht auszufahren, denn das „Lüftchen“ hat ne ordentliche Kraft, so dass unsere knapp fünf Quadratmeter Markise den Eindruck hinterlässt, als wolle sie den Sprinter zum Fliegen bringen… tja, alles nicht so einfach und jeder Vorteil, birgt auch so manchen Nachteil. Ganz ehrlich? Völlig wumpe, ich will mit niemandem tauschen 😅 Bis morgen!



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