Waschtag, für uns, für den Camper und natürlich für die Wäsche. So verbringt man am besten in touristischen Orten, seinen Sonntag. Eigentlich wollten wir auch telefonieren mit unseren Liebsten, könnte hier allerdings mal wieder schwierig werden. Wir sind in einem National Forest Campground, nahe Memphis. Die meisten nutzen das hier als kurzen Zwischenstopp, um die Stadt zu erkunden. Vor allem große RV‘s also Camper oder Trailer, die mindestens Omnibusgrösse aufweisen. Zusätzlich ausgestattet mit Slides Out. Wir hatten gestern das Vergnügen, mal eins von innen zu sehen. Wahrlich fahrende Häuser und irgendwie ist man zehn Minuten neidisch. Unterhält man sich mit den Besitzern, wird schnell klar, ne, so wollen wir aber nicht reisen. Klar, gibt es so einige Bequemlichkeiten, die man unterwegs, so wie wir es sind, vermisst. Aber der Aufwand, immer einen offiziellen Campground zu finden, bzw. wie eingeschränkt man dann doch ist. Na ja… natürlich haben die meistens ihre PKW‘s dabei, einfach entweder hinten angehängt oder beim Trailer eben zum Ziehen. Letzteres sind allerdings wieder Fahrzeuge, Pickups, die nicht viel kleiner sind, als unser Sprinter, also auch kein Vorteil in der Stadt, schnell mal ne Lücke zu finden. Überhaupt, da haben wir zumindest für Kanada und USA die richtige Größe, wir passen in jeden Parkplatz, bei den Amis ist eben alles etwas größer 😅. Zurück zum Anfang, warum ausgerechnet Sonntag Waschtag, wo doch so viele Attraktionen in Memphis auf uns waren. Ganz einfach, die Wochenenden sind einfach so überlaufen, in der Woche fragt man sich immer schon, müssen die nicht arbeiten.🤭 Man hat aber, gerade Anfang der Woche, gute Chancen, es etwas weniger überfüllt zu erleben. Genau das haben wir vor. Noch ist nicht so ganz entschieden, was wir machen, bisher steht aber DER Outdoor Laden schlechthin, für morgen auf dem Plan und gerade tendiere ich zu einer Hop on Hop off Tour, um sich einen Überblick zu verschaffen. Denn alles können und wollen wir hier nicht machen und damit kann man sich zumindest einen besseren Überblick verschaffen. Graceland steht natürlich auch ganz oben auf der Wunschliste, da bin ich aber noch nicht sicher, welche Tour man bucht. Hier gehen die Preise von 52,00 Dollar bis 440,00 Dollar, doch recht weit auseinander und man muss schon gucken, was sich für einen lohnt. Denn eines ist klar, unser Englisch wird zwar besser, wir trauen uns auch immer mehr zu, aber eben noch bei weitem nicht so gut, dass wir alles, gerade bei geführten Touren verstehen. Dann die ganz großen Runden zu machen, ist vielleicht etwas „to much“. Es liegt ja auch nicht am englischen alleine, vielmehr fahren wir ja immer durch unterschiedliche Gebiete, wo sich der Slang auch deutlich unterscheidet. Das macht es nicht einfacher. Was ich noch nicht verstehe, bei all der KI und Übersetzungsprogrammen, warum gibt es nicht Audioguides, die das vorne gesprochene, gleich übersetzen? Wir hatten bei der Whiskey Tour viele Italiener und Leute aus Paraguay dabei, die hatten sich extra einen Übersetzer mitgebracht, der dann ins spanische übersetzte. Für uns dadurch noch schwieriger zu verstehen, da es einfach ein Meer aus Sprachen war. Knopf im Ohr, würde bestimmt vielen Leuten helfen. Na gut, dann geh ich mal duschen und plane noch ein Weilchen. Bis morgen!


