Ein bisschen Kultur, muss auch mal sein, erst Recht, wenn sie so schön in ein Städtchen eingepackt ist! Gestern Abend haben wir wieder selbst gekocht und sind uns einig, egal wie einfach das Mal ist, wir brauchen schon sehr unser gewohntes Essen. Natürlich ist die amerikanische Küche lecker, aber so schwer, dass es einem hinterher meist schlecht geht. Und wirkliche Top Restaurants, wo mit frischen Gemüse und Fisch oder Fleisch gekocht wird, sind zumindest in ländlichen Gebieten, nicht vorhanden. Fisch wird paniert, Chicken meist auch oder in Sauce ertränkt, Fleisch meist „smokey“… tja, do it yourself😅 Relativ früh ging’s ins Bett, heute wollten wir früh aufbrechen, um die kühlen Morgenstunden zu nutzen und in die Stadt zu fahren. Hier ist es zwar nicht mehr so heiß, vor allem nachts kann es richtig frisch werden, aber um Zoco im geschlossenen Auto zu lassen, ist es besser, mittags wieder zurück zu sein. Also haben wir uns ein UBER gerufen, was für ein Segen, diese Dinger, und haben uns zur Lincoln Home National Historic Site bringen lassen. Ein ganzer Straßenzug mit historischen Häusern, eines davon, wo Lincoln mit seiner Familie von 1844 – 1861 lebte. Nicht nur wirklich hübsch anzuschauen, in ein Haus konnte man auch rein und dort wurde seine Nachbarschaft, aber auch wichtige Weggefährten vorgestellt. Übrigens auch für Kinder teilweise super gemacht. In einem anderen Haus wurde Lincolns Werdegang in Springfield und auch ein paar Details von seinem Haus erklärt. 1500 Dollar hat es damals gekostet und ist dann später mit ihm „mitgewachsen“. Also wurde erweitert, nachdem seine Söhne geboren wurden. Es ist hier unmöglich, lauter Dinge über Abraham Lincoln zu schreiben, ich kann aber jedem den es interessiert, Wikipedia ans Herz legen. Wirklich super spannend sein Werdegang und was er alles erreicht hat, in seinem doch recht kurzen Leben. 56 Jahre durfte er werden, bevor er durch ein Attentat ums Leben kam. Er war somit nicht nur der erste republikanische Präsident, sondern auch der erste Präsident, der einem Attentat zum Opfer viel. Nach dem Besuch der historischen Straße, gingen wir erst Richtung Capitol und von dort zum Museum. Wir waren kurz drinnen, waren aber doch erstaunt, alles vorher war kostenlos, wirklich sehr hübsch zurecht gemacht. Selbst eine kostenlose Führung hätten wir mitmachen können, bei der man auch sein Haus von innen besichtigen konnte. Dieses Museum wollte aber Eintritt. An sich nicht verwerflich, jedoch für uns irgendwie befremdlich, da ausgerechnet das Museum eine riesen Sponsorentafel vorzuweisen hatte, wo sich diverse große Firmen verewigt haben, die das ganze finanziert haben. Wir hatten eh nicht so viel Zeit, somit fiel uns die Entscheidung leicht, weiter zu gehen. Wir wollten als nächstes zu Abraham Lincolns Grab. Dieses ist eingebettet in einen riesigen Friedhof, übrigens das erste Mal, dass wir einen Friedhof sehen, der ähnlich unserer Kultur, in einer Parkähnliche Landschaft sich befindet. Sonst finden wir die hiesigen Friedhöfe wirklich gewöhnungsbedürftig. Meist an einer viel befahrenen Straße, einfach Steinplatten auf dem Boden, gern mit Plastikblumen „geschmückt“. Zum Memorial Day allerdings auch mit tausenden US Fähnchen. Dieser Friedhof war aber wirklich schön. Sein Mausoleum beeindruckend. Seine Frau und zwei seiner Söhne, sind hier ebenfalls beerdigt. Als wir wieder rauskommen, ist es nicht mehr weit und wir laufen den Rest der Strecke zu Fuß zu unserem Stellplatz. Was ein schöner Ausflug, Zoco hat es auch gut überstanden, freut sich aber natürlich, dass wir wieder zurück sind. Jetzt haben wir uns einen entspannten Nachmittag echt verdient und so langsam gucken wir nach unserem nächsten Stellplatz in oder bei Chicago. Hab ich echt Respekt vor… ihr kennt ja meine Einstellung zu Großstädten 🙈 Also falls ihr morgen nichts von uns lest, war ich zu platt, um noch zu berichten… bis denne…






