Gestern habe ich ja schon geschrieben, dass wir an einem tollen und irgendwie unwirklichen Ort gelandet sind. Gleich beim reinkommen, hat selbst Thomas, unser Skeptiker, gesagt, boah ist das schön hier. Wir hatten ja erstmal eine Nacht gebucht, wobei wir nicht vorab reserviert haben. Genau dieser Zustand, versetzte die nette Dame am Empfang in echte Bedrängnis. Zuerst dachte ich, ja klar, hier ist es so schön, dass wollen viele genießen. Aber ich sollte mich täuschen. Anfangs sehr reserviert, taute die Empfangsdame innerhalb der nächsten 30 Minuten auf. Ja, es hat wirklich 30 Minuten gedauert, eher noch länger, bis sie uns endlich eingecheckt hatte. Letztlich hab ich dann das ein oder andere Mal geholfen. Deren Reservierungssystem ist eigentlich nicht so schwer, allerdings baut alles auf die Telefonnummer auf. Wir haben aber nur unsere deutsche, die ist anders als die amerikanische aufgebaut. Dann unsere Adresse, sie konnte gar nicht fassen, dass es so einen langen Straßennamen gibt. Na ja und wenn sie sich vertippe, war das Bild vermeintlich weg und sie musste von vorne beginnen. Als wir beim bezahlen ankamen, wurde auch klar, was ihr größtes Problem war, sie hatte schlechte Augen, konnte kaum gucken. Na egal, wir haben uns super verstanden, sie verabschiedete sich letztlich mit: „nice to meet you Sweety“ na, wer sagts denn 🤗. Da wir an unserem wirklich hübschen Plätzchen am Wasser, in eben diesem halb versanken, es hatte die letzten Tage wohl stark geregnet, die Moskitos uns wirklich scharenweise angriffen, nach dem Motto, lecker Frischfleisch, wollten wir den Platz doch lieber wechseln und etwas weiter hinten einen nehmen. Also rasch noch zur netten Dame, die hatte aber mittlerweile Feierabend und das Büro war schon geschlossen. Eine andere kam noch kurz raus und meinte, wir sollen einfach wechseln und morgen Bescheid geben. Alles klar, gesagt getan und am nächsten Morgen wieder hin. Jetzt dachten wir, ok, wir sind ja jetzt registrierte Gäste, ein umbuchen inkl. Verlängerung, ist ja nen Klecks. Vielleicht hätte ich auch besser geguckt, ob ich nicht selbst einfach online reservieren kann, wir hatten ja eh nur eine Nacht gebucht. Ich glaube, die Dame war kurz vorm Nervenzusammenbruch, als sie hörte, Platz wechseln und zwei Nächte verlängern. Diesmal standen wir 45 Minuten und versprachen, nie wieder zu kommen, allerdings mit vor Lachen, tränengefüllten Augen 🤣 echt Crazy und ich weiß nicht, wie die Arme ihren Job erledigt, wenn es hier mal voll werden sollte. Mittlerweile wurde auch klar, dass ihr nicht nur eine Brille fehlt, sondern auch grundsätzliche Computerkenntnisse. Die „Zurück“ Taste, war ihr völlig fremd und ich war schon etwas stolz, ihr den ein oder anderen Tipp, sogar auf englisch vermitteln zu können 😀. Das sind die echten und wirklich schönen und lustigen Begegnungen, die mir auf Reisen einfach gefallen. In Deutschland hätte man sich über unfähiges Personal aufgeregt, hier genieße ich die Kommunikation und den Kontakt mit Einheimischen und freue mich, wenn es dann geklappt hat. Der Platz, die sanitären Anlagen und die Umgebung, sind einfach traumhaft, es gibt sogar recht gutes WLAN und Wäsche waschen könnten wir auch. Nur einkaufen ist kilometerweit entfernt, aber für unsere drei Tage reicht es, was wir mithaben. Die Sonne knallte vom Himmel und wir haben die Markise rausgemacht und konnten so unseren Tag gestern echt genießen. Für heute war bedeckter Himmel, bei angenehmen Temperaturen um die 23 Grad angesagt. Tja, galt auch bis zum Frühstück, kurz danach setzte ein Schauer ein und irgendwie macht langsam die Unwetterwarnung, die Thomas ständig auf sein Handy bekommt, Sinn! Es regnet jetzt schon länger, will nicht aufhören und wir müssten eigentlich langsam zusammenpacken, um morgen den nächsten Fahrtag zu schaffen. Wieder knapp 400 Kilometer… hoffe ich schaffe es dann noch, euch morgen ein paar Zeilen zu berichten…



