Von Neuigkeiten und anderen Kleinigkeiten… Gestern erwähnte ich ja schon, dass es schwierig ist, wenn man an einem Standort länger steht, ein tägliches Reisetagebuch zu führen. Es gibt hier jedoch den ein oder anderen Leser, der ganz enttäuscht ist, wenn er seine morgendliche Lektüre nicht zum Lesen bekommt. Sorry an dieser Stelle, gestern hatte ich schon recht früh alles fertig und lade es eigentlich erst später hoch, damit gerade ihr , nicht schon vorher spicken könnt. Im Laufe des nachmittags, hab ich es dann vergessen hochzuladen. Das tut mir sehr leid, wenn ich euch aus dem Rhythmus gebracht habe 😅🙈 Dann gibt es wieder welche, die mir dolle Mut machen und denen mein Schreibstil gefällt, mich ermutigen, vielleicht ein Buch in Angriff zu nehmen. (Da bin ich weit von entfernt) Nun ja, es gibt hier ja gar nicht sooo viele Mitleser. Ursprünglich war das Ganze ja auch eher als Gedankenstütze bzw. Erinnerung für uns geplant. Umso mehr freue ich mich über diese Reaktionen und nehme sie durchaus ernst. Gebe allerdings auch zu, dass so viel Lob, irgendwie auch eigene Erwartungen triggert und ich feststelle, dass wir hier (leider) nicht weiter wachsen. Irgendwie schade, aber gut. Kommen wir also mal zurück zum heutigen Tag. Na ja eigentlich zu gestern Nachmittag/ Abend. Die Woche hat hier ja sehr einsam gestartet. Die Wochenendbesucher waren weg, nur der harte Kern blieb. Umso mehr überraschte uns gestern, dass sich doch wieder einige einfanden und ihre Zelte oder Wagenburgen aufschlugen. Irgendwie zweifelten wir schon an unserem Wetterbericht, Einheimische sollen ja bessere Informationen haben. Denn es war ab späten Nachmittag Sturm angesagt, der auch für 24-36 Stunden bleiben soll, mit kurzer Verschnaufpause zwischendurch. Na, den Fall beobachten wir doch gerne mal, halten uns aber selbst zur Sicherheit an gewisse Camperregeln. Die da heißen, jederzeit Abfahrbereit, wenn es blöd wird. Die ersten Böen setzten ein und unsere mobilen Solarpanele haben wir im Inneren verstaut. Stuhl/ Couch und Tisch miteinander verbunden und hinter den Sprinter, so dass ein wegfliegen verhindert wird. Drinnen so weit „ Klar Schiff“, dass es im Notfall schnell geht. Alles klar, fertig machen zum beobachten bzw. die Abendgassirunde stand noch an. Auf dieser trifft man ja den ein oder anderen Camper, wechselt ein paar Worte und spätestens hier wurde klar, ok, Sonne, warm, ab an Strand, so zumindest die neuen Camper, die hier aufgebaut hatten. Tja, der ein oder andere bzw.. deren Zelt, gab dann auf und fuhr nach Hause. Von ca. zehn neuen Campern, blieb nur einer, der kämpft uns gegenüber gut ersichtlich, nach wie vor mit dem Wetter ganz tapfer. Wir haben die Nacht relativ gut überstanden. Sieht man davon ab, dass die Temperaturen kaum gesunken sind, somit auch nachts, schwüle 25 Grad herrschen. Einiges klapperte, aber heute früh, als ich rausging und hinter dem Sprinter die morgendliche Ruhe genoss, war alles an Ort und Stelle geblieben. Dafür war es aber wieder sehr einsam am Strand. Herrlich! Jetzt kommen wir wieder zum Realtalk, der Sturm blieb den Tag, sagte ja auch unser Wetterbericht, die Sonne brannte trotzdem vom Himmel. Hinter dem Sprinter ist kaum Wind, deshalb hieß es ab ca. 11.00 Uhr, reingehen. Denn ohne Schatten und ohne Wind, sind über 30 Grad, nicht zum aushalten und vorne flog man weg. Also im Sprinter verkrochen, der Sturm wurde eher stärker und somit gab es heute ein chilliges Fernsehprogramm. Versteht mich nicht falsch, ich finde es hier immer noch toll, aber man erlebt die Natur auch als feindlich. Lüften ging dann nur mit Geschick und als nachmittags der Sturm kurz nachlässt, konnten wir mit Zoco noch kurz ne Runde gehen. Danach ging es hinter dem Sprinter wieder einigermaßen mit der Sonne und ich kann hier ein paar Zeilen schreiben. Eben kam gerade der „Nachbar“, auch er gibt leider auf und schenkte uns jede Menge Holz, für unser nächstes Campfirer. Ich hoffe, das wir das morgen Abend machen können, denn auch wir haben neue Pläne für die nächsten Wochen geschmiedet. Zeit dazu hatten wir ja ausreichend 😅. Ab Samstag haben wir erstmals ein Airbnb gebucht für sechs Nächte. Es zieht uns weiter die Küste, in einen kleinen Ort vor Houston. Also erwartet uns demnächst ein weiterer Staat in diesem tollen Land. Davor haben wir aber hier noch ein klein wenig Zeit, dem Wetter zu trotzen… Bis morgen!




