Die Kunst, das Nichtstun zu genießen… Ja, das fällt mir nicht immer leicht. Das ist ein regelrechter Prozess, der gerade in mir abläuft. So ganz ohne Routinen, geht’s ja eh nicht. Morgens steht man auf, ich setze mich dann sehr gern draußen hin und lese die neusten News, trinke meinen Kaffee und warte auf den Sonnenaufgang, der heute, wegen diverser Wolken, ausblieb. Nach rund 1,5 Stunden wieder rein in Sprinter, mich fertig machen. Ok, da stehen noch die Espresso Tassen vom Vortag, das Glas Wein und der ein oder andere Müll von der abendlichen Süßigkeiten Schlacht, muss auch entsorgt werden. Ja, wir leben hier wirklich auf kleinem Raum und bevor man sich selbst fertig machen kann, mag ich es gern aufgeräumt. Zoco wird langsam munter und fordert seine morgendliche Gassirunde und ich denk mir, ne, warte, ich bin noch nicht fertig. Also schnell Zähneputzen und waschen, soweit das hier gerade möglich ist und los geht’s. Wenn ich dann wiederkomme, ist Thomas meist auch aufgestanden und hat die Betten gemacht. Nächste Pause, wieder ein paar Social Media Kanäle checken, man möchte ja „up to date“ bleiben und da der Sturm noch immer nicht nachgelassen hat, beschließen wir, nicht nur den Sprinter etwas anders aufzustellen, sondern in dem Zuge gleich den Müll wegzufahren. Danach kam so langsam die Sonne raus und wir konnten die Solarpanel wieder rausstellen. Diesmal hinter den Sprinter, so dass sie nicht wegfliegen. Durch das umstellen, hatten wir vor dem Sprinter etwas Schatten und weniger Sturm und haben uns wieder ein reichliches Frühstück mit Rührei und Speck gegönnt 😋. Lecker! Schnell alles wieder wegräumen, denn Sonne bedeutet auch, es wird wieder warm. Wir haben hier gerade gute 30 Grad, auch nachts wird es nicht kühler als 25 Grad. Nicht wirklich angenehm zum schlafen. Bevor es wieder ganz heiß wird, haben wir Klamotten umsortiert. Warmes hatten wir eh schon großenteils nach hinten verfrachtet, also im „Kofferraum“, da stört es aber auch, da der Platz eigentlich für größere Einkäufe reserviert ist. Beim Bass Pro Outdoor Laden in Memphis, hatten wir einen wasserdichten Sack gekauft, dort kam jetzt alles rein und dann auf unser Dach. „Max- Beast of Burdon“ macht immer mehr Sinn 😅. Aber jetzt sind unser Schränke endlich übersichtlich ☺️. Jetzt haben wir uns eine Mittagspause aber echt verdient. Eigentlich würde ich am liebsten die ganze Zeit draußen verbringen, aber so schön so ein Strandstellplatz ist, es geht nicht! Die Markise können wir wegen des Sturms nicht ausfahren, ab 12Uhr gibt es ringsum keinen Schatten. Ja, wir haben dank des umstellen durchaus sturmfreie Ecken, aber dort hält man es dank Hitze eben nicht aus. Spaziergang am Strand, durchaus perfekt, aber die ganze Zeit rauf und runter laufen, irgendwann langweilig. Also landet man wieder im Sprinter, der ist ebenso durch das umparken, jetzt perfekt durchlüftet und legt sich aufs Bett und guckt fernsehen. Und genau hier fängt mein Problem an! Eben die Kunst, das Nichtstun zu genießen… Schwierig, aber ab und zu ok. So langsam darf es aber auch weiter gehen. Morgen haben wir hier noch einen kompletten Tag, Samstag geht’s dann wieder los. Ich bin wirklich schon gespannt und ihr bekommt dann hoffentlich bald wieder mehr „Reisecontent“ wie man so schön sagt. Also bis morgen! (noch ohne Reisecontent😇)

